Als Informatiker und promovierter Wissenschaftshistoriker hat Marco Böhlandt zwar einen sachlichen Blick auf die großen Herausforderungen, die die Zeitenwende der künstlichen Intelligenz mit sich bringt. Als Kommunikationsdesigner und Texter sind ihm aber zugleich ganz subjektive Existenzängste, die die KI-bedingten Umwälzungen in der Arbeitswelt mit sich bringen, nicht fremd. In seinem Talk stellt Böhlandt deshalb die Frage, wie Menschen in der Vergangenheit mit epochalen Umbrüchen in Wissenschaft und Technik umgegangen sind. Anhand dreier Beispiele – der Kopernikanischen Wende, der Darwinistischen Evolutionstheorie und des psychoanalytischen Ansatzes bei Sigmund Freud – eröffnet Böhlandt eine neue Sicht auf alte Ängste. Und hinterfragt dabei auch, ob unsere Furch vor der digitalen Superintelligenz berechtigt ist oder wir uns vielleicht alle „falsch fürchten“?